22. Juli 2026

Warum ich gerne E-LKW fahre

Warum ich gerne E-LKW fahre – über diese und weitere Fragen haben wir mit unseren Fahrern in kurzen Interviews gesprochen. Los geht es mit André Hofmann. Der 56-Jährige fährt einen Mercedes eActros und arbeitet schon seit 2005 für die Spedition Pflaum.


Herr Hofmann, wie lange fahren Sie schon E-LKW? Seit 2 Jahren.

Welche Meinung hatten Sie vorher zum E-LKW? Ich war auch schon vorher von der E-Technik begeistert und kann da richtig ins Schwärmen geraten.

Wie war die erste Fahrt? Wie toll Fahrkomfort, Beschleunigung und technische Ausstattung sind, wusste ich schon. Aber ich war trotzdem begeistert: Da stinkt nichts nach Abgasen, es gibt keinen Lärm und es ruckelt nichts beim Schalten. Ich fahre den E-LKW so gerne, es ist kein Vergleich zum Diesel. Und man hinterlässt einen grüneren Fußabdruck.

Was hat Sie am meisten überrascht? Das Feeling beim Fahren. Ich bin viel entspannter am Lenkrad – vor, während und nach der Fahrt.

Was sind für Sie die größten Unterschiede zwischen Diesel-  und E-LKW? Neben Reichweite, Technik und den Fahreigenschaften sehe ich den E-LKW vor allem als Zukunft in der Logistik und den Diesel nicht.

Wie hat sich die Tourenplanung verändert? Natürlich muss man die geringere Reichweite ein bisschen mit einplanen, aber die Firma Pflaum und ihre Disposition lassen einen da nicht hängen.

Welche Rolle spielt das Laden bei der täglichen Arbeit? Wie lange dauert es? Was machen Sie in der Zeit? Ich lade immer am Ende meiner Tour, der Akku und seine Reichweite reichen ziemlich genau bis zu diesem Punkt. Das dauert zwischen eineinhalb und zwei Stunden. Dann ist der LKW bereit für die Nachtschicht. Aber auch solche Dinge gehen nur wegen des guten Zusammenspiels zwischen der Disposition und den Fahrern. In der Ladezeit gehe ich Kaffee trinken oder vertrete mir die Beine. Langeweile kommt auf jeden Fall nicht auf.

Gab es Situationen, in denen die Reichweite zum Problem wurde? Bei mir bisher noch nicht. Entlang meiner Strecke ist die Ladeinfrastruktur gut ausgebaut oder ich kann bei Pflaum direkt laden. Wobei: Einmal hätte es unterwegs knapp werden können mit dem Akkustand, aber dann hat mich die Disposition per Telefon zum nächsten Ladepunkt gelotst.

Welche Verbesserungsmöglichkeiten sehen Sie bei E-LKWs? Die Ladezeiten könnte man noch verkürzen und dafür die Reichweite vergrößern. Aber ich bin mir sicher, das wird kommen.

Was gefällt Ihnen am E-LKW am besten? Was nervt? Der Fahrkomfort, wie gesagt, aber es sind auch noch andere Dinge. Man wird auch ganz anders, viel positiver, vom Umfeld in der Firma oder privat wahrgenommen. Auch drumherum ist alles entspannter. Ich versuche auch immer wieder, andere für die E-Technologie zu begeistern – so wie ich selbst davon begeistert bin. Und genervt bin ich eigentlich von nichts.

Würden Sie freiwillig wieder auf einen Diesel-LKW wechseln? Manchmal muss ich das, während mein E-LKW in Wartung ist. Zum Diesel zurückzugehen, ist aber fast eine Zumutung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der einmal E-LKW gefahren ist, jemals wieder zurück zum Diesel will. Welchen Rat würden Sie Fahrern geben, die auf einen E-LKW umsteigen sollen, aber vielleicht nicht wollen? Man sollte unvoreingenommen an die Sache rangehen und sich überraschen lassen, was da für ein tolles Fahrgefühl mitkommt.